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"Planung & Wissen"

Speziell für Schiffe Maßstab 1:350

Inhaltsverzeichnis
Welches Modell Der Bausatz Vorarbeiten Anforderungen Technik Probleme & Lösungen

Welches Modell

 

Die großen Schiffe der verschiedenen Marinen sind im Gegensatz zu Flugzeugen, Fahrzeugen oder anderen kleineren Einheiten nicht in größeren Stückzahlen gebaut worden, sondern sie sind Einzelstücke, selbst wenn zwei oder drei von einem Typ fertig gestellt wurden, deren Schicksale je nach Bedeutung sehr detailliert dokumentiert sind.

Der Bau eines großen Schiffs dauert mehrere Jahre,ganz abgesehen von der Konstruktion und Planung. Entsprechend

umfangreich ist auch der Bau eines Modells, wenn es dem Original möglichst nahe kommen soll.

Kriegsschiffe im Besondern bieten noch eine weitere Herausforderung: technisch sind sie weit umfangreicher und

komplexer als ziviele Schiffe. Tüftler finden in den wirklich goßen Einheiten (Schiffen) eine schier unglaubliche Menge an technischen Herausforderungen, die es je nach Geschick und Ideenreichtum des Modellbauers zu bewältigen gibt.

 

1.) Der von mir gewählte Maßstab 1:350 (EiMo350) bietet die Möglichkeit mehrere Modelle in einem normalen Einfamilienhaus zu bauen und zu lagern, ohne das ganze Haus zu beschlagnahmen .

 

2.) Die Möglichkeit aus Standmodellen RC-Modelle zu bauen.

 

3.) Das alles entscheidende Kriterium beim Bau ist das Gewicht des Endprodukts und damit einhergehend die technische Ausrüstung, denn es sollte ja schwimmen und zwar an der Wasserlinie und nicht auf dem Grund.

 

4.) Abgesehen von der "Titanic" und einigen wenigen anderen, haben zivile Schiffe keine wirklich bedeutsame Geschichte. Was zur Folge  hat, dass es keine oder nur sehr oberflächliche Dokumentationen gibt, denn sie sind für Historiker sehr uninteressant.

 

 

 

Der Bausatz

 

Welcher Bausatz zum Bau des jeweiligen Modells am geeignesten ist, entscheidet der Modellbauer selbst, je nachdem,was er mit dem Modell erreichen will.

Im Prinzip handeln die Hersteller der Bausätze nach dem gleichen Motto, wie die Konstrukteure der im Modell dargestellten Flugzeuge, Fahrzeuge oder Schiffe.

Ein Entwurf mehrerer verschiedener Modelle mit geringst möglichen Änderungen am Grundmodell.

 

1.) Das wohl nur zum Teil primäre Kriterium ist der Preis des Bausatzes.

 

2.) In wie weit der gekaufte Bausatz dem Original entspricht, ist nur durch Originalaufnahmen (Bilder, Film) oder durch die entsprechende Dokumentation zu klären. Ein in allen Bereichen 100% -iges Modell zum Original ist bei den Schiffen nach 1945 auszuschließen. Die Einheiten bis 1945 bieten je nach Bedeutung die Möglichkeit sie entweder im Zustand der Indienststellung oder der Versenkung zu bauen. 

Zu beachten ist allerdings, je länger ein Schiff seinen Dienst verrichtet hat, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit der Veränderung.

 

3.) Die Qualität der Bausätze ist sehr unterschiedlich und der alles entscheidende Gesichtspunkt ist meiner Meinung nach

" Was will ich haben ".

Das Stand-Modell: die Materialstärken der Bauteile sind hierbei nebensächlich, mehrteilige Rümpfe sind eher vorteilhaft, wenn die Teilung horizontal ist und sich in Höhe der Wasserlinie (Tiefgang) befindet.

Grundsätzlich lässt sich ein Stand- bzw. Vitrinen-Modell aus allen Bausätzen mit mehr oder weniger viel Aufwand bauen.

 

a) Wichtig, aber nicht bei allen Bausätzen gleichermaßen vorzufinden, ist die Detaillierung.

b) Wie sauber die Teile geformt sind, ob Spritzgrade, Schwimmhäute oder kleine Unebenheiten vorhanden sind. Meistens sieht man solche Mängel erst nach dem Lackieren, denn am Anfang haben alle Teile die gleiche Farbe des Bausatzes.

 

Das RC-Modell stellt wesentlich höhere Ansprüche, wenn es eine bestimmte Lebensdauer haben soll, was natürlich auch an der Menge der Betriebsstunden und der Umgebung liegt, in der das Modell zu Einsatz kommt.

 

a) Entscheidend ist der Rumpf. Wenn möglich sollte der Rumpf aus einem Teil bestehen, jede Klebenaht kann auch brechen. Sollte es bei einem Schiff nicht anders gehen, dann sollte der Rumpf an den Nahtstellen von innen her verstärkt werden, eventuell durch das Aufkleben von 0,5mm starken und 1 bis 2 cm breiten Polysterol-Streifen (siehe CVN-71).

 

b) Die Tragfähigkeit des Modells hängt vom Rumpf ab, die sogenannte "Wasserlinie" ist der bei der Konstruktion festgelegte Tiefgang, also der Teil des Schiffes, der unter Wasser liegt. Der Tiefgang in Verbindung mit dem Freibord des Rumpfes entscheidet über die "Seefähigkeit" (Einsatzfähigkeit) des Schiffs.

Beispiele:

Die deutsche Bismarck hatte einen Tiefgang  10,2m bei optimalem Eigengewicht (1941), der Freibord (Wasserkante bis Deck) betrug im Durchschnitt 5,70m.

 

Die japanische Yamato hatte einen Tiefgang von 10,86m bei optimalem Eigengewicht (1941), der Freibord betrug im Durchschnitt 8,67m.

 

Wie alle großen deutschen Kriegsschiffe, egal welcher Ära sie auch angehörten, waren sie sehr nass (überspültes Hauptdeck) bei starkem Seegang. Die Deutschen sahen den Atlantik als ihr Einsatzgebiet, das unter dem geringen Freibord die Einsatzfähigkeit der Waffen, durch das Überspülen und zu tiefes Eintauchen des Schiffes in Wasser, beschränkt war, wurde hingenommen.

 

Die Japaner planten ihre Schiffe für den Pazifik und dort treten höhere Wellen auf und die Stürme sind heftiger als im Atlantik. Die großen japanischen Kriegsschiffe sind den europäischen in Punkto stabiler Waffenplattform und Einsatzfähigkeit der Waffen weit überlegen gewesen.

 

Die meisten Modelle haben Rümpfe, die in der Lage sind die nötigsten RC-Kombonenten (Motor, Regler, Empfänger, Akku) zu tragen und das Modell schwimmt auf Höhe der Wasserlinie.

 

 

Vorarbeiten für ein RC-Modell in 1:350

 

Ist der Bausatz für den ich mich entschieden habe in der Lage meine Vorstellungen auch zu verwirklichen ?

 

1.) Wiegen aller Teile des Bausatzes, auch die an den Spritzästen, für die Teile an den Spritzästen können ca. 30% abgezogen werden.

2.) Den Rumpf ins Wasser (Badewanne) legen und mit Gewichten das errechnete Teilegewicht im Rumpf platzieren.

3.) RC-Ausstattung (minimal) wiegt etwa 210 Gramm.

4.) RC-Reservegewicht sollte ca. 15 % des Teilegewichts betragen. Dies wird benötigt um dem Modell in empfindlichen 

Bereichen mehr Stabilität zu verleihen.

Beispiele: Die Wellenböcke, Ruderführung, Fahnenmasten am Bug und Heck, Masten an den Aufbauten. All diese Teile aus Messing zu fertigen, bedeutet mehr Gewicht, als die Plastikteile vom Bausatz zu verwenden.

5.) Ätzteile sind heutzutage schon fast eine Selbstverständlichkeit und auch dieses Gewicht darf nicht vergessen werden, genauso wie die Farbe, mit der das ganze Modell lackiert wird.   

 

Anforderungen an ein RC-Modell

Darstellungszeitraum, bedeutet Beschaffung von Dokumentationen oder Bausatz,wie er geliefert wird.

Funktions-Modell: Was soll das Modell können, wenn es fertig ist (Gewicht beachten).

Priorität: Funktionen oder das möglichst originalgetreue Aussehen.

Anforderungen an die Wertigkeit das Modells.

Überarbeitung des gesamten Bausatzes oder nur strukturelle Verbesserungen.

Detaillierung, bis ins kleinste Detail (Holzdeck) oder die Struktur des Plastikdecks (Stichwort: Wasser).

Problemloser Zugang zu allen technischen Einrichtungen, wichtig zur Wartung und eventuell zum Austauschen.

Wie ist die sinnvollste Aufteilung des Decks (Stichwort: Dichtigkeit & Wartung)

 

Technisches Vorgaben für ein RC-Modell

RC-Hauptschalter: wie und wo soll dieser verbaut werden.

Antrieb: durch alle Wellen mit je einem Motor, ein Motor mit Verteilergetrieb für alle Wellen, nur die äußeren Wellen usw.

Steuerung: Ruderanlage durch alle Ruderblätter oder ein zentrales Ruder

Beleuchtung: wenn ja, nur mit wartungsfreien Leuchtdioden (LED).

          Sonderfunktionen:

Drehen der Türme, des Radars, Anker mit Funktion, Kran mit Funktion, Soundmodul mit Betriebsgeräuschen usw.

 

 

Probleme

 

Das Gewicht ist zu 99,9 % die  Hauptschwierigkeit, seine Vorstellungen zu verwirklichen und das Schiff schwimmt trotzdem an der Wasserlinie und liegt senk- und waagerecht im Wasser.

Lösungen:

1.) Abspecken: das ist der einfachste Weg, die Vorstellungen einzuschränken, besonders Technik erzeugt Gewicht.

 

2.) Den Rumpf nacharbeiten, was sehr aufwendig ist und einen enormen Zeitaufwand bedeutet, wenn es ordentlich gemacht wird. Problem hierbei ist, in wie weit das Modell, wenn es in der Vitrine steht, noch dem Original entspricht (siehe SMS König).

 

3.) Extern den Rumpf unterstützen, durch das Anbringen von zusätzlichem Auftrieb unter dem Schiff. Mit dieser Variante experimentiere ich zur Zeit, der Grund sind die beiden moderneren Flugzeugträger CVAN-65 und CVN-71.

 

Die Lackierung ist kein offensichtliches Problem, das wiederum macht diesen Teil eines Modells / RC-Modells tückisch.

 

Ausgangslage: Modellbausatz aus dem Karton, um bei der Herstellung die Spritzlinge aus der Form zu bekommen, sind die Formen mit einem Trennmittel behandelt. Jeder, der sich schon einmal gewundert hat, dass die Farbe nicht hält oder verläuft, das Trennmittel ist die Ursache.

Lösungen:

1.) Beim Standmodell reicht gründliches Waschen aller Teile (Beispiel).

2.) RC-Modell: Variante einfach, sehr gründliches Waschen (Beispiel).

3.) RC-Modell: Variante top, mindestens den Rumpf mit 1000ender Nassschleifpapier anschleifen (Beispiel).

Achtung: Erhobene Modelldetallierungen nicht zu stark schleifen, sonst werden diese eventuell unkenntlich.

4.) RC-Modell: Variante ultra, alle Teile die starker Beanspruchung ausgesetzt sind, sowie die einzelnen Zwischen-Lackschichten mit 1000ender Naßschleifpapier anschleifen (Beispiel).

Achtung: Die letzte Klarlackschicht nicht mehr schleifen.

 

 

Die Wasserlage des Modells richtet sich bei Schiffen & U-Booten nach dem Gewicht (Verdrängung) und dessen Verteilung.

 

Ausgangslage:   Herkömmliche (Symmetrische) Modelle sind mehr oder weniger problemlos.

                            Flugzeugträger (Asymmetrische) Modelle sind sehr schwierig.

 

Ziel: Das Modell schwimmt horizontal wie vertikal in der Wasserline.

 

Lösungen:

1.) Umverteilung des Gewichts, durch veränderte Anordnung der verbauten Komponenten (Regler, Empfänger Akku, usw).

2.) Zusatzgewichte gezielt platzieren, um das Modell in die gewünschte Lage zu bekommen. Im Maßstab 1:350 eher unwahrscheinlich.

3.) Externe Unterstützung wird nur im Wasser angebracht, in der Vitrine ist von den Schwimmhilfen nichts zu sehen.

 

 

Herkömmliche Schiffe

 

Charakterisierung:

a) Die Rumpfkante ist die breiteste Stelle am Schiff.

b) Keine wesentlichen Gewichtsverlagerungen auf dem Hauptdeck, 99,8% der Ausrüstung sind stationär (fest verbaut).

c) Die Aufbauten ragen nicht über diesen hinaus und werden nach oben zur Mitte hin schmaler.

 

Konstruktionstechnische Eigenschaft: Symmetrisch

Das Schiff an sich schwimmt horizontal und vertikal waagerecht im Wasser.

Seitlicher Wind kann ungehindert am Schiff entlang in die Höhe strömen.

 

DKM Bismarck 1940

 

 

Moderne Flugzeugträger

 

Charakterisierung:

a) Die Rumpfkante ist nicht die breiteste Stelle am Schiff.

b) Das Flugdeck ist mehr als doppelt so breit wie der Rumpf (CVAN-65 Rumpfbreite 38,5m / Flugdeck 78,3m).

c) Auf und im Schiff werden etwa 3000to (ca.3%) Ausrüstung (Flugzeuge, Fahrzeuge, usw.) ständig bewegt, was eine dauernde 

Gewichtsverschiebung bedeutet.

d) Die Aufbauten, also die Insel ist nicht mittig auf dem Schiff platziert, sondern rechts im hinteren Bereich auf dem Flugdeck und zu alledem steht sie im Grunde neben dem Rumpf.

 

Konstruktionstechnische Eigenschaft: Asymmetrisch

Das Schiff an sich schwimmt weder horizontal noch vertikal waagerecht im Wasser.

Seitlicher Wind sammelt sich unter den Flugdeck-Überhängen und bringt so das Schiff leichter zum Kentern.

(Meine Enterprise ist bei einer Testfahrt 2011 im Freibad unter "Orkan-Bedingungen" genau aus diesem Grund komplett auf den Boden des Beckens gesunken. Durch die Schräglage ist Wasser eingedrungen, was zum Ausfall der Motoren führte und dann ging's abwärts.)

 

USS Enterprise CVAN-65  1965/66

Diese Schiffsgattung ist eigentlich eine andere Welt über Wasser.

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